La Ville Open: Tauber gewinnt Österreicher-Finale
Trotz Rekordhitze von bis zu 41 Grad wurde die Neuauflage des ITF-J100-Jugendturniers im UTC La Ville zu einem sensationellen Erfolg für das österreichische Nachwuchstennis. Während es die topgesetzten Österreicher Felix Raser (Aus in Runde zwei) und Gabriel Niedermayr (im Halbfinale) nicht ins Endspiel schafften, sorgten zwei andere heimische Tennisasse für die große Überraschung: Der 17-jährige Leander Tauber setzte sich im rein österreichischen Finale gegen den erst 15-jährigen Marcel Jelinek mit 6:3, 6:3 durch.
Für beide Nachwuchshoffnungen, die allein in den vergangenen Monaten eine beeindruckende Entwicklung hingelegt haben, ist der Finaleinzug der bisher größte Meilenstein ihrer noch jungen Tenniskarriere. Noch im Mai hatten sich beide beim ITF-J200-Event 46. ALPSTAR International Spring Bowl in St. Pölten bereits in der ersten Runde geschlagen geben müssen. Wenige Wochen später gelang ihnen nun erstmals der Einzug in ein J100-Finale – und damit der nächste große Schritt auf der internationalen Jugendtour.
Beide Spieler beeindruckten während des Turniers mit hohem Spieltempo, einer routinierten einhändigen Rückhand und einem abwechslungsreichen Spielstil. Für Tauber, derzeit noch Nummer 520 der ITF-Juniorenrangliste, bedeutet der Turniersieg einen Zugewinn von 100 Weltranglistenpunkten. Jelinek hatte bereits 2025 beim J100-Turnier in Wien mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und war damals erst in der dritten Runde gegen den späteren Champion Heorhii Shylov gestoppt worden.
Zufrieden zeigte sich auch das Veranstalterteam rund um ITF-Supervisor Anton Lausegger und Turnierleiter Peter Aschauer: „Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Entwicklungsschritt von Leander und Marcel – von beiden Spielern können wir noch viel erwarten. Ein rein österreichisches Finale bei einem so hochklassigen Jugendturnier haben wir schon lange nicht mehr gehabt. Mit dem Spring-Bowl-Sieger vom Mai, Florian Zimmer, sind unsere beiden ITF-Turniere heuer zur rot-weiß-roten Kaderschmiede geworden", so Aschauer.
Österreichischer Vormarsch bei den Mädchen früh gestoppt
Bei den Mädchen wurde der rot-weiß-rote Vormarsch leider bereits im Achtelfinale gestoppt. Die bestgesetzte Österreicherin Kara Fronek musste sich der Slowenin Zoja Peternel mit 7:5, 3:6, 1:6 geschlagen geben. Julia Ehrenberger unterlag Matilda Cabrera Burns (Großbritannien) mit 3:6, 4:6, während Leonie Schauer gegen Matilde Stamborg (Schweden) mit 1:6, 0:6 das Nachsehen hatte. Den Titel bei den Mädchen sicherte sich schließlich Emese Serkedi aus Ungarn. Die 16-Jährige setzte sich im Endspiel klar mit 6:4, 6:0 gegen Daria Podlipskaya aus Russland durch.
Tauber holt auch den Doppeltitel
Auch im Doppel konnte Tauber groß aufzeigen. Gemeinsam mit seinem kasachischen Partner Akhmadi Makhanov setzte er sich in einem spannenden Titelkampf gegen die Norweger Paul Hjorteland und Nikolai Shibani mit 4:6, 6:4 und 10:5 im Match Tiebreak durch. Damit krönte sich Tauber beim ITF J100 Vienna gleich in beiden Bewerben zum Gesamtsieger. Bei den Mädchen ging der Doppeltitel an die Tschechinnen Jessica Benetková und Dari Dusková. Sie setzten sich in einem spannenden Finale gegen die topgesetzten Kateryna Chuieshova (Ukraine) und Peternel mit 6:3, 6:7 (5), 10:6 durch.