NÖTV-Ostergrüße und Mental-Blog 25

Wir wünschen euch frohe und gesunde Ostertage und hoffen, dass wir bald überalle outdoor spielen können.
Zudem ein neuer Mental-Blog von Hermann Tatschl für uns alle...
Babsi + das NÖTV-Team
Mental-Blog 25: für unsere NÖTV Spieler/innen
Selbstvertrauen ist angeboren (Hermann Tatschl)
„Sie glaubt nicht an sich! Er traut sich nicht!“
Selbstvertrauen im Wettkampf! Die unendliche Story. Sie bleibt aktuell, Pandemie hin, Corona her! Wir alle hätten reichlich davon! Wir spüren es nur oft zu wenig und nützen es deshalb kaum. Für den Alltag reicht es. Aber außerhalb unserer Komfortzone, etwa in der emotional-mentalen Achterbahnfahrt eines Wettkampfs oder einer Karriere erhält die innere Überzeugung häufig ihre Dämpfer. Viele davon sind selbstgemacht!
Ein Grundvertrauen haben wir alle! Wieviel davon setzen wir ein? Wie stabil ist es im Einzelfall? Viele Karrieren enden in der Sackgasse! Begründung: Das Können hält den Anforderungen des Profitennis nicht stand. In Wahrheit geht es weniger um spielerisches Können oder körperliche Fitness. Geringes Selbstvertrauen ist oft die gravierendste, aber unerkannte Ursache, warum junge Menschen ihre Vision vom großen Erfolg frühzeitig ad acta legen. Einige Misserfolge und schon gibt’s die Frage: „Macht es weiter Sinn?“ Der ursprüngliche Traum, es den Idolen auf den Centercourts der Welt gleichzutun, verblasst. Damit schwindet auch das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Wie Mantras wiederholen sich Argumente, warum es nicht klappen kann und wird. Sie knabbern an der Überzeugung. Sie nehmen dem Traum die Chance, zum Ziel zu reifen. Wenige befassen sich seriös mit den emotionalen und mentalen Anforderungen des Profilebens. Jeder scheint zu wissen, warum es nicht funktionieren kann! Der Glaube, in die Rolle des erfolgreichen Tennisprofis hineinwachsen zu können, schwindet. Damit schließt sich das Tor zur mentalen und emotionalen Welt der Top-Profis.
Selbstbewusstsein, Selbstwert, Selbstvertrauen! Das mental-emotionale Fundament erfolgreicher Tenniskarrieren. Ein unglaubliches Kopf-Herz-Gemisch! Jedes Match gleicht einer Prüfung: Zwei Teilnehmer und nur einer wird erfolgreich bestehen. Die objektiven Chancen stehen immer 50:50. Die subjektiven Chancen bestimmt auch das Selbstvertrauen. Nährt es sich bloß aus Siegen, wird jede Niederlage, ja jeder Punktverlust zum Schlag gegen den Glauben an sich selbst.
Ein tiefsitzendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Eigenschaften, an sich als selbstständigen, eigenverantwortlichen, autonom handelnden Menschen, unabhängig von Resultaten und Rankings, basiert auf dem Urvertrauen, das allen in die Wiege gelegt wird! Erfolgreiche Profisportler/innen spüren dieses Urvertrauen, wenn es darauf ankommt. Sich holen sich sukzessive zurück, was sie als Kleinkind besaßen, das jedoch durch Erfahrungen, Erlebnisse und eingelernte Glaubenssätze im Lauf der Jahre zumindest teilweise verschüttet wurde.
Selbstvertrauen ist die Basis für Selbstbehauptung! Mit den Gedanken und Gefühlen bei sich sein. Eigene Bedürfnisse beachten und sie als Grundlage für eigene Entscheidungen verwenden. Leistungsdruck nur annehmen, wenn er aus dem Inneren kommt. „Ja, ich will was und ich vertraue darauf, es mit meinen Fähigkeiten und Eigenschaften zu erreichen. Was andere sagen oder tun, ist ihre Sache. Für mich zählen meine Leistung, mein Handeln! Es liegt in meiner Hand, in meinem Kopf!“
Ich kenne meine Stärken! Jede gelungene Aktion, so unscheinbar und selbstverständlich sie anderen erscheinen mag, ist für mich eine Bestätigung! Der Glauben an mich selbst bleibt auch dann stabil, wenn äußere Bestätigungen länger fehlen. Misserfolg ist ein Teil des Spiels, das sich Leben nennt! Das Vertrauen in mich ermöglicht mir, in jede Aufgabe mit positiver Energie und innerer Motivation zu gehen. Falle ich hin, stehe ich wieder auf: Aber ich lerne und erkenne die Ursachen für Erfolg und Misserfolg. Ich arbeite an meinen Potentialen und starte den nächsten Anlauf! Meine Treibstoffe sind die Leidenschaft und mein Wille, meinen Traum zu leben! Im Vertrauen auf das, was ich bin, was ich habe und was ich kann!
Liebe Grüße und viel Selbstvertrauen für die kommende Frei-Saison wünsche ich Euch allen,
Hermann
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