Niederösterreichischer Tennisverband
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Alles Gute, Mira Antonitsch!

Österreichs große Tennishoffnung beendet im Alter von 26 Jahren ihre verletzungsgeplagte Karriere.
Verfasst von: Manuel Wachta, 03.04.2025
© GEPA pictures / Philipp Brem
Mira Antonitsch sagt dem Profitennis adieu. Auch mit einer großen Portion Wehmut.

Nicht jede Hoffnung im Leben erfüllt sich. Schon gar nicht jede Hoffnung auf eine große Karriere im harten Tennisprofisport. Diese Erfahrung hat Mira Antonitsch leider machen müssen: Nach vielen verletzungsgeplagten Jahren hat die gebürtige Wienerin in diesen Tagen nun einen Schlussstrich unter ihre Profilaufbahn gesetzt. Das verkündete die 26-Jährige am Sonntag mit einem emotionalen Statement auf ihren Social-Media-Kanälen. „Es begann alles mit einem Traum … Aber manchmal endet ein Traum – nicht, weil man ihn nicht mehr will, sondern weil der Körper sagt, dass es Zeit ist, loszulassen“, erklärte sie die Beweggründe für die schwierige Entscheidung. „Auch wenn das Herz noch immer dafür schlägt. Dieser Schritt bricht mir ehrlich gesagt das Herz – denn es ist nicht nur der Abschied von einem Sport, sondern von einem Lebenstraum“, bekannte Antonitsch und teilte mit ihren Fans einige Impressionen von ihren ersten Tennis-Gehversuchen bis hin zu ihren Zeiten als aufstrebende Profispielerin, mit gewählten Abschiedsworten.

Erfolgreiche Jugendlaufbahn und starke Anfänge bei den Damen

Antonitsch galt schon in jungen Jahren als äußerst vielversprechendes Talent und hatte eine womöglich große Karriere erwarten lassen. Bei ihrem ersten ITF-U18-Jugendturnier erreichte sie 2012 mit erst 13 Jahren gleich das Halbfinale, es folgten je vier ITF-Einzel- (darunter das Grade-2-Heimevent in Villach) und -Doppeltitel, 2016 das Career High von Platz 47 in der Jugendweltrangliste. Zweimal spielte sie in ihrer Juniorinnenkarriere bei den French Open in Paris mit, einmal bei den Australian Open in Melbourne, 2016 bei den US Open in New York, wo mit ihrer Zweitrundenniederlage gegen die spätere Australian-Open-Siegerin und WTA-Nummer vier Sofia Kenin (USA) ihre internationale U18-Laufbahn enden sollte. Jene bei den Damen fing damals gerade erst so richtig an: Wenige Wochen vor den US Open gewann sie mit erst 17 Jahren am UTC La Ville in Wien ein 10.000-US-Dollar-Event und unterstrich die in sie gesetzten Hoffnungen nochmal nachdrücklich.

„Manchmal bedeutet wahre Stärke nicht, immer weiterzukämpfen“

Antonitsch, die Tochter von Ex-Davis-Cup-Größe und Kitzbühel-Turnierdirektor Alexander Antonitsch und Ex-WTA-Profi Karin Antonitsch (Mädchenname Oberleitner), gelang 2019 in Banja Luka der zweite und zugleich letzte Einzeltitel bei den Erwachsenen. 2020 gab sie zudem ihr Debüt für Österreich Damen-Nationalmannschaft im Fed Cup (heute Billie Jean King Cup). Ihre beste Weltranglistenplatzierung hatte sie schon 2017 mit Position 507 inne, als sie auch den Einstieg zu höherklassigen Turnieren versuchte, doch danach schlug der Verletzungsteufel immer und immer wieder erbarmungslos zu. Ein Artikel auf tennisnet.com gibt nähere Einblicke in ihre Leidenshistorie – von Knochenmarksödemen zu einer Plantarfasziitis, zu einer Gastritis bis hin zu einer kaputten Schulter: Eine Liste, die bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Kaum hatte sich Antonitsch vom einen gesundheitlichen Schock erholt und sich ins Turniertennis zurückgearbeitet, folgte leider zuverlässig der nächste Schreckensmoment. Bis der Leidensdruck jetzt zu groß wurde und die Hinterbrühlerin die Reißleine zog. Denn: „Manchmal bedeutet wahre Stärke nicht, immer weiterzukämpfen und an einem Traum festzuhalten – sondern zu erkennen, wann es Zeit ist, loszulassen und einen neuen Weg einzuschlagen.“

Auf diesem neuen Weg wünscht der Österreichische Tennisverband Mira Antonitsch nur das Beste. Der ÖTV gratuliert Mira sehr herzlich zu ihren schönen Erfolgen, bedankt sich für ihren vorbildlichen Einsatz für den rot-weiß-roten Tennissport – auch für Österreichs Nationalteams – und drückt kräftig die Daumen für die Zeit nach der Profikarriere.

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Bei ihrem Einsatz für Österreichs Nationalteam beim Fed Cup 2020 in Tallinn. Von links nach rechts: Mira Antonitsch, Melanie Klaffner, ÖTV-Sportkoordinatorin und -Teamkapitänin Marion Maruska, Julia Grabher, Sinja Kraus.

Hier gibt es das berührende Statement von Mira Antonitsch in voller Länge:

„Es begann alles mit einem Traum – dem Traum eines kleinen Mädchens. Aus diesem Traum wurde eine Reise voller Freude, Emotionen und unvergesslicher Momente. Von meinen ersten Turnieren als Mini-Rafa über Grand Slams bis hin zum Fed Cup für Österreich – ich durfte Momente erleben, von denen ich als Kind immer geträumt hatte. Doch die letzten Jahre waren eine unendliche Reise zwischen Schmerzen und Hoffnung. Zwischen Verletzungen, Comebacks und erneuten Rückschlägen. Zwischen ‚Vielleicht klappt es diesmal’ und der bitteren Realität, dass der Körper irgendwann seine Grenzen zeigt – egal, wie sehr man es will. Erst jetzt wird mir wirklich bewusst, wie viel Kraft mich diese letzten Jahre gekostet haben. Wie oft ich geweint habe. Wie oft ich verzweifelt war. Wie sehr ich mir einfach nur gewünscht habe, wieder auf dem Platz zu stehen – ohne Schmerzen. Einfach nur, um das zu tun, was ich am meisten liebe – Tennisspielen. Und genau aus dieser Liebe habe ich weitergekämpft. Bin immer wieder zurückgekommen, habe den Glauben an mich, meinen Körper und an meinen Traum nicht verloren. Immer mit der Hoffnung, dass es dieses Mal klappt. Ich wollte es so sehr, dass ich oft die Signale meines Körpers ignoriert habe. Ich wollte es nicht wahrhaben – irgendwie musste es doch funktionieren? Doch jetzt muss ich akzeptieren, dass mein Körper diesen Traum nicht weitertragen kann, auch wenn mein Herz noch immer dafür schlägt. Und das schmerzt. Denn es ist nicht nur der Abschied von einem Sport – es ist der Abschied von einem Lebenstraum. Von all den Stunden auf dem Platz, vom Adrenalin, vom Zittern, von diesem unvergleichlichen Gefühl nach einem gewonnenen Match. Aber es ist jetzt an der Zeit, auf meinen Körper zu hören.

Habe ich mich gefragt, wie meine Karriere ohne all die Verletzungen verlaufen wäre. Was ich anders, besser hätte machen können? Unzählige Male. Diese Gedanken haben mich lange zermürbt – bis ich erkannt habe: Es geht nicht darum, was hätte sein können, sondern auch um die Reise selbst. Um die Person, die ich durch diesen Weg geworden bin. Um die Lektionen, die ich gelernt habe und was ich davon mitnehme. Ich habe gelernt, auf meinen Körper zu hören. Nach den härtesten Rückschlägen wieder aufzustehen. Mir selbst zu vertrauen und an mich zu glauben. Und ja, es ist anders gekommen, als ich es mir erträumt, erhofft und gewünscht habe – trotz all der Arbeit, Hingabe und Leidenschaft, die ich investiert habe. Ich könnte ewig darüber nachdenken, was hätte sein können, traurig sein, dass es nicht geklappt hat. Doch manchmal spielt das Leben einfach nicht so, wie man es sich wünscht – und das muss man akzeptieren und weitermachen. Vor allem ist mir in den letzten Monaten aber eines klar geworden: Es ist auch okay, loszulassen. Manchmal bedeutet wahre Stärke nicht, immer weiterzukämpfen und an einem Traum festzuhalten – sondern zu erkennen, wann es Zeit ist, loszulassen und einen neuen Weg einzuschlagen. Denn das Leben ist wie Tennis: Es geht nicht immer nur ums Gewinnen. Es geht darum, weiterzumachen, zu wachsen und dem nächsten Schritt zu vertrauen.

Mama, Papa – ohne euch wäre das alles nie möglich gewesen. Ihr habt mich immer unterstützt, habt es mir ermöglicht, diesen Traum zu leben, habt mit mir gehofft, mit mir gekämpft, mit mir gelitten. Auch wenn ihr nicht mehr ganz verstanden habt, warum ich nach all den Verletzungen immer wieder weitermachen wollte und es für euch schwer war, dabei zuzusehen, wart ihr immer da, immer! Ihr habt mich gehalten, wenn ich gefallen bin, und an mich geglaubt, wenn ich es selbst nicht mehr konnte. Ich kann euch nicht genug für alles danken, ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen. Danke für ALLES! An alle, die mich auf diesem Weg begleitet haben – Familie, Freunde, Trainer, Physios, Ärzte und so viele mehr – danke. Danke für eure Unterstützung, eure Worte, eure Zeit, euren Glauben an mich. Nichts davon war selbstverständlich, und genau deshalb bin ich euch aus tiefstem Herzen dankbar. Und Tennis, du hast mir eine Welt voller unvergesslicher Erinnerungen geschenkt. Meine ersten Turniere als Mini-Rafa. Grand-Slam-Luft zu schnuppern. Der Stolz, mein Land zu vertreten. Die Menschen, die ich auf dieser Reise kennenlernen durfte. Das Adrenalin, das Zittern, das pure Glücksgefühl nach einem gewonnenen Match. All das werde ich nie vergessen. Du hast mir gelernt, hart zu arbeiten, niemals aufzugeben, für einen Traum zu brennen. Niederlagen zu akzeptieren, Rückschläge zu überwinden und über mich hinauszuwachsen. Du warst einfach eine Schule fürs Leben – und dafür werde ich für immer dankbar sein.

Auch wenn meine Reise als Tennisspielerin hier endet – die Liebe zum Sport, die Erinnerungen, die Lektionen, die er mir beigebracht hat, bleiben für immer. Und was auch immer als Nächstes kommt – ich werde es mit der gleichen Leidenschaft angehen, mit der ich mein Leben lang Tennis gespielt habe. Manchmal endet ein Traum nicht, weil man ihn nicht mehr will, sondern weil das Leben etwas Neues für einen bereithält. Und genau das werde ich jetzt herausfinden. Danke, Tennis. Du wirst immer mein erster Traum bleiben. Für immer.“

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